Pitchen in 90 Sekunden: Fünf Tipps für eine gelungene Portfolio-Präsentation.

Fara Phoebe Zetzsche (FAZ) und Stefanie Preuin (SZ) zu Besuch in Hannover.

Foto: Tobias Eineder

90 Sekunden sind nicht viel Zeit, um die eigene Arbeit oder eine einzelne Geschichte zu präsentieren – doch das ist die Realität, wenn Fotograf*innen auf einem Festival wie in Arles oder Perpignan oder im Aufzug eines Verlagshauses auf die Menschen treffen, die über die Veröffentlichung von Bildern entscheiden. Schnell zwischen zwei Terminen oder auf dem Weg zum nächsten Treffen noch ein kurzes Gespräch führen, um sich bekannt zu machen oder in Erinnerung zu bringen, ist eine für Journalist*innen wichtige Kompetenz. Um diesen Teil der beruflichen Realität mit Studierenden des Studiengangs Visual Journalism and Documentary Photography zu trainieren, kamen am 14. Juni 2023 die Bildredakteurinnen Stefanie Preuin von der Süddeutschen Zeitung und Fara Phoebe Zetzsche von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung in das Seminar «Redaktionelle Fotografie / Fotograf*in als Unternehmer*in» von Prof. Lars Bauernschmitt und sichteten die Arbeiten von Studierenden aus dem 4. Semester.

Möglichst realitätsnah fand die Veranstaltung vor dem Gebäude in der Sonne statt, wo fast schon so etwas wie Festivalatmosphäre aufkam. Stefanie Preuin und Fara Phoebe Zetzsche studierten beide am damaligen Studiengang Fotojournalismus und Dokumentarfotografie und haben so genau die Ausbildung durchlaufen, wie die aktuell Studierenden. Im Juli findet das Seminar eine Fortsetzung, dann mit Susanne Baumann vom Stern.

Foto: Kristina Kaysen

So präsentierst du dein Portfolio in Redaktionen

Fünf Tipps von Stefanie Preuin und Fara Phoebe Zetzsche

1. Bereite dich auf das Gespräch vor. Beschäftige dich im Vorfeld mit der Publikation, bei der du dich vorstellst: Welche Themen, Bildsprachen werden dort veröffentlicht? Werden Bildstrecken oder Einzelbilder gesucht?

2. Stelle dich mit Vor- und Nachnamen vor. Wo lebst du, in welchen Regionen bist du öfter unterwegs? Hast du womöglich einen Zweitwohnsitz an einem Ort, von dem öfter berichtet wird?

3. Was ist dein USP? Welche Sprachen sprichst du? Welche Themen interessieren dich?

4. Achte bei der Präsentation auf die äußere Form. Ein zerknicktes Portfolio, oder ein verschmierter Bildschirm bei digitalen Geräten sind No-Gos.

5. Hab immer ein oder zwei Geschichten in der Hinterhand. Vielleicht hast du dein Gegenüber neugierig gemacht und es würde gerne mehr Arbeiten sehen.



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