UTOPIA
Alex Martin untersucht in seiner Bachelor-Arbeit die Geschichte und den möglichen Niedergang der ungarischen Industrie- und Planstadt Dunaújváros.
In 1949 hat die kommunistische Regierung von Ungarn sich entschieden, Ungarn als Land des Eisen- und Metalls vorzustellen. Um dieses utopistische Ziel zu erreichen, brauchte das Land eine neue Industriekomplexe und die zugehörenden Wohnkomplexen. In 1950 waren die Bauarbeiten gestartet, und in 1951 hatte die Stalinstadt / Dunaújváros die Range als Stadt bekommen. Die Produktion ist in 1954 gestartet worden. Das neue industrielle Zentrum war nicht nur für Stahlproduktion geplant, sondern auch für die Welt zu zeigen, dass der perfekte Sozialismus funktioniert. Das utopistische System hat überraschend nach der Wende weiterhin funktioniert und sogar dessen Spitze am Ende der 90er Anfang 2000er Jahren erreicht. Leider ist nach 74 Jahren die Bubble geplatzt. Im Sommer 2025 hat das Stahlwerk schon zweites Mal Bankrott angemeldet, und diesmal wirklich zur Pleite gegangen. Zurzeit steht die Frage, ist es das Ende der Stahl- und Eisenindustrie in Ungarn, oder wird noch ein Wunder kommen und wird das Utopia wieder ins Leben gerufen?
Foto: Martin Alex
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