Wenn Daten zu Geschichten werden. Ausstellung zum Thema «(M)ein Leben als Datenquelle» ab 11. November

Aus dem Projekt «Das Loch im Einkaufswagen. Was Inflation für einen Studenten ausmacht.» Foto: Sándor Márton Nagy

Welche Daten produzieren wir freiwillig oder unfreiwillig, bewusst oder unbewusst? In einem gemeinsamen Projekt untersuchten Studierende der Studiengänge Visual Journalism und Journalistik der Fakultät III der Hochschule Hannover, welche Daten sie erzeugen und wo sie verfügbar sind. In elf Arbeiten fragen die Studierenden nach den Auswirkungen der Inflation auf ihre Lebenshaltungskosten, untersuchen, wie sich Schlafverhalten messen und visualisieren lässt und zeigen, wie ein menschliches Leben von der deutschen Rentenversicherung auf Zahlenkolonnen heruntergebrochen wird.

Ziel der Projektlösungen war dabei weniger die Originalität der Datensätze selbst als vielmehr die Angemessenheit und Originalität der dramaturgischen und gestalterischen Umsetzungen. Immer sollten neue Visualisierungen für Daten im Journalismus gefunden werden, um damit auch Antwort zu geben auf die Frage: Wie können aus Datensätzen Geschichten destilliert und gestaltet werden?

Die Ergebnisse dieses Projektes werden in der Zeit vom 11. November bis zum 11. Dezember in der Expo Plaza 2 gezeigt. Begleitend findet am 24. und 25. November ein hochkarätig besetztes Symposium unter dem Titel «Datenvisualisierungen – Werkzeuge der Erkenntnisse» im Hörsaal in der Expo Plaza 2 statt.

Ausstellung: «(M)ein Leben als Datenquelle – Wenn Daten zu Geschichten werden»

Ort: Hochschule Hannover, Expo-Plaza 2, 30539 Hannover

Dauer: 11.11. bis 11.12.2022 (Midissage: 24.11.2022)

Öffnungszeiten: 10.00 bis 18.00 Uhr Eintritt frei

Symposium: «Datenvisualisierungen – Werkzeuge der Erkenntnisse»Symposium Datenvisualisierungen

Termin: Do. 24.11.2022, 10.00-18.00 Uhr und Fr. 25.11.2022, 9.00-15.30 Uhr

Wer? 11 Vorträge, u.a. Jennifer Münch, München; Cornelia Frömke, Hannover; Bernhard Preim, Magdeburg, Andre Nakonz, Hannover/Hamburg; Till Nagel, Mannheim; Jonas Parnow, Potsdam, Monika Sester, Hannover; Caroline Scheler, Springe, Katrin Brümmer, Hannover, Martin Scholz, Hannover.

Ort: Hochschule Hannover, Hörsaal, Expo-Plaza 2, 30539 Hannover

Der Eintritt frei

Aufnahme: Dr. Florian Bittner, Institut für Kunststoff-und Kreislauftechnik (IKK) der Leibniz Universität Hannover

Alexander Nowak: Baumflechten als Bioindikatoren

Da die Baumflechte ihre Nährstoffe direkt aus der Umgebungsluft bezieht und ihre Reaktion auf Luftveränderungen sehr empfindlich ist, pflanzt sie sich nur dort fort, wo günstige Voraussetzungen gegeben sind. Das Projekt visualisiert das Verhältnis zwischen Flechten und Luftverschmutzung.

Foto: Felix Rosic

Felix Kaspar Rosic: Schlaf und Wandel

Felix Kaspar Rosic hat zwei Datensätze erhoben und zueinander in Beziehung gesetzt, um Aufschlüsse über sein Schlafverhalten zu erhalten: Zum einen Daten über seinen Schlaf, zum anderen ehrliche Selbstporträts gleich nach dem Aufwachen. Zwei Wochen lang hat Felix Kaspar Rosic täglich, nachdem der Wecker klingelte, ca. drei Minuten lange Videosequenzen von sich selbst gedreht. Parallel wertete er Daten seiner Smartwatch aus, die per App seinen Schlaf überwachte.

Teil der Arbeit «1942 – 2022. Ein Leben» von Kristina Kaysen

Kristina Kaysen: 1942 – 2022. Ein Leben

Was hinterlässt ein Mensch, wenn er geht? Eine Wohnung, ein Haus? Möbel, persönliche Gegenstände, Erbstücke, Vermögen? Geschichten, Wissen, Erinnerungen. Die Menschen, die ihn lieben und vermissen. Unser Leben hinterlässt Spuren auch in den Daten, die über uns gesammelt und gespeichert werden.

594 ppm CO2, Stadtbahnlinie 4 gen Garbsen, Niedersachsen 26.06.22 20:00 Foto: Lorenz Alois Huter

Lorenz Alois Huter, Anna Schellhase, Alexander Nowak: Unsere tägliche Luft. Noch lebenserhaltend oder schon gesundheitsgefährdend?

Wie (un)gesund die Luft ist, die wir Tag für Tag einatmen, haben Alexander Nowak, Anna Schellhase und Lorenz Alois Huter mithilfe eines Luftqualitätsmessgeräts geprüft. Sie maßen v.a. die Menge Kohlenstoffdioxid in der Luft, die sie atmen. Außerdem betrachtete die Projektgruppe Pflanzen als Bioindikatoren für Luftqualität, speziell Flechten: Einige dieser Organismen gedeihen gut in sauberer Luft, andere brauchen Schadstoffe zum Leben.

Deine Ansprechpartner*innen stehen dir für dein persönliches Anliegen gerne zur Verfügung. Aufgrund der Vielzahl von Anfragen bitten wir dich jedoch, zuerst in unseren FAQ zu schauen, ob deine Frage vielleicht schon einmal beantwortet wurde.

Studiendekanin der Abteilung Design und Medien

Studiengangskoordination, Werkstattleitung

Hochschule Hannover
Fakultät III – Medien, Information und Design
Expo Plaza 2
D-30539 Hannover