Deutscher Jugendfotopreis 2026.

Pha Croissant, Josefin Pilar Junge, Anna Lotta Maria Schulze und Jasper Hill gehören zu den Preisträger*innen des Jahrgangs 2026. Ihre Arbeiten sind bis Mitte November in Düsseldorf zu sehen.

Cousine mit Hunden auf den Feldern in Thailand Aus der Serie «Silken Roots». Foto: Pha Croissant

Pha Croissant fotografiert ihre Familie in Thailand. Hier laufen ihre Cousine und deren Hunde die Felder entlang.

Foto aus der Serie Schreibst du mir wenn du zuhause bist? Aus der Serie «Schreibst du mir wenn du zuhause bist?». Foto: Josefin Pilar Junge

Josefin Pilar Junge fotografiert den Heimweg bei Nacht – einen Weg, den viele Frauen und Mädchen mit Angst gehen.

Schwarz-Weiß-Foto: Lina in ihrer eigenen kleinen Welt Aus der Serie «Lina». Foto: Anna Lotta Maria Schulze

Anna Lotta Maria Schulze fotografiert ihre kleine Schwester Lina, die mit einer schweren Behinderung lebt. Das Bild trägt den Titel «Linas eigene kleine Welt».

Kalihalde, aus der Serie Im Land der weißen Berge Aus der Serie «Im Land der weißen Berge». Foto: Jasper Hill

Jasper Hill dokumentiert den Kalibergbau in Deutschland. Weil sich Kalisalz nicht getrennt von anderen Salzen abbauen lässt, landet ein großer Teil des Gesteins auf weißen Halden.

Vier Studierende unseres Studiengangs zählen zu den Preisträger*innen des Deutschen Jugendfotopreises 2026. Pha Croissant gewinnt einen Hauptpreis in der Kategorie Experimente. Josefin Pilar Junge, Anna Lotta Maria Schulze und Jasper Hill erhalten je eine Auszeichnung. Verliehen wurden die Preise am 19. September in Düsseldorf.

Um den bundesweiten Wettbewerb bewarben sich in diesem Jahr 1.236 junge Menschen mit 8.304 Arbeiten. Die Jury vergab 40 Preise. Alle prämierten Arbeiten zeigt die Ausstellung «ECHT JETZT» noch bis zum 15. November im KIT – Kunst im Tunnel.

Pha Croissant hat über mehrere Jahre ihre Familie in Thailand fotografiert. Die Beziehung zu ihr sei lange kompliziert gewesen, sagt sie. Weil sie fand, dass ihre Fotos den Verwandten nicht gerecht werden, belichtete sie eine Auswahl unter der Sonne auf beschichtete Seide. So entstanden Cyanotypien, die man in die Hand nehmen kann. Für die Jury ist die Technik bei «Silken Roots» die «perfekte Erweiterung» des Projekts.

Josefin Pilar Junge beschäftigt sich in «Schreibst du mir wenn du zuhause bist?» mit dem Heimweg bei Nacht. Viele Frauen und Mädchen fühlen sich dabei nicht sicher. Das Thema sei für sie keine Idee gewesen, sondern eine Notwendigkeit, sagt Junge. Sie verweist auf gekürzte Schutzangebote und rund 14.000 fehlende Plätze in Frauenhäusern.

Großvater der Fotografin vor seinem Haus in Thailand Aus der Serie «Silken Roots». Foto: Pha Croissant

Der Großvater von Pha Croissant vor seinem Haus. Eine Auswahl der Bilder hat sie unter der Sonne Thailands als Cyanotypie auf Seide belichtet.

Foto aus der Serie Schreibst du mir wenn du zuhause bist? Aus der Serie «Schreibst du mir wenn du zuhause bist?». Foto: Josefin Pilar Junge

«Schreibst du mir wenn du zuhause bist?» Der Titel der Serie zitiert einen Satz, den viele Frauen aus dem Alltag kennen.

Schwarz-Weiß-Foto: Lina tanzt im Frühling Aus der Serie «Lina». Foto: Anna Lotta Maria Schulze

Tanzen im Frühling. Alle Bilder der Serie sind schwarz-weiß. So rücken Linas Gesten und Gefühle in den Vordergrund.

Foto aus der Serie Im Land der weißen Berge über den Kalibergbau Aus der Serie «Im Land der weißen Berge». Foto: Jasper Hill

Eineinhalb Jahre arbeitete Jasper Hill an der Serie. Manche Motive lassen sich nur einmal im Jahr fotografieren, einige sogar nur alle paar Jahre.

Um ihre kleine Schwester Lina geht es in der Arbeit von Anna Lotta Maria Schulze. Lina lebt mit einer schweren Behinderung, die beiden sind zusammen aufgewachsen. Aus den Schwarz-Weiß-Bildern ist ein Fotobuch entstanden. «Behinderung ist für mich Normalität», sagt Schulze. Sie will zeigen, wie verschieden Lebensrealitäten sind – und wie vielfältig es sein kann, Schwester zu sein.

Jasper Hill fand sein Thema aus dem Zugfenster. Er sah eine der großen weißen Kalihalden und wollte wissen, was es damit auf sich hat. In «Im Land der weißen Berge» dokumentiert er den Kalibergbau in Deutschland. Die meisten Bilder entstanden 2024, einige Motive fotografierte er im Jahr darauf nach.


Die Preisträger*innen aus Hannover

Hauptpreis, Kategorie Experimente
Pha Croissant: «Silken Roots»

Auszeichnung, Kategorie 16 bis 20 Jahre
Josefin Pilar Junge: «Schreibst du mir wenn du zuhause bist?»

Auszeichnungen, Kategorie 21 bis 25 Jahre
Anna Lotta Maria Schulze: «Lina»
Jasper Hill: «Im Land der weißen Berge»

Ausstellung «ECHT JETZT»
20. September bis 15. November 2026
KIT – Kunst im Tunnel, Düsseldorf



Empfehlungen der Redaktion:

Wir stehen dir für dein persönliches Anliegen gerne zur Verfügung. Aufgrund der Vielzahl von Anfragen bitten wir dich jedoch, zuerst in unseren FAQ zu schauen, ob deine Frage vielleicht schon einmal beantwortet wurde.

Hochschule Hannover
Fakultät III – Medien, Information und Design
Expo Plaza 2
D-30539 Hannover