Special Mention für «Friedefreude Erzgebirge». Paula Baierlein, Kilian Kämper und Jonathan Bar-Am wurden auf dem Sehsüchte Festival für ihren Kurzfilm geehrt.

Foto: Paula Baierlein, Kilian Kämper, Jonathan Bar-Am

Auf dem 55. Internationalen Studierendenfilmfestival Sehsüchte wurde der Kurzfilm «Friedefreude Erzgebirge» mit einer Special Mention in der Kategorie «Social Impact» ausgezeichnet. Die Macher:innen des Films sind Paula Baierlein, Kilian Kämper und Jonathan Bar-Am. Alle drei studieren im Bachelor Visual Journalism and Documentary Photography. Zuvor zeigten sie ihren Film beim Mitteldeutschen Kurzfilmfestival in Leipzig, bei up-and-coming in Hannover und beim Europäischen Filmfestival Göttingen.

«Friedefreude Erzgebirge» ist ein filmisches Portät des 17-jährigen Pit, der mit linker Politik gegen die wachsenden rechtsextremen Tendenzen in seinem Heimatort Altenberg kämpft. Altenberg liegt im Landkreis der Sächsischen Schweiz und dem Osterzgebirge. 2024 gewann die AfD hier die Landtagswahl mit 39,2 Prozent der Zweitstimmen. Gerade hier, sei es wichtig, nicht aufzugeben, sagte Pit während des Drehs. Seit Januar 2026 ist André Barth (AfD) der regierende Bürgermeister von Altenberg.

Foto: Paula Baierlein, Kilian Kämper, Jonathan Bar-Am

Sehsüchte zählt zu Europas größten Festivals für Nachwuchsfilm und wird von der Filmuniversität Babelsberg organisiert. Vom 22. bis 26. April 2026 fand es zum 55. Mal in Potsdam statt. Gezeigt und bewertet wurden hochwertige, oft aufwändig produzierte und geförderte Projekte – so auch in der Kategorie «Social Impact». Dagegen sei «Friedefreude Erzgebirge» eher ein «Projektchen» gewesen, dass die drei Studierenden im Rahmen eines Kurses bei Florian Müller umsetzten, sagt Jonathan Bar-Am. «Dass wir eine Special Mention bekommen haben, war total überraschend. Ich dachte, ich hör nicht richtig».


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