Wer die Stadt sauber hält.
Viele Beschäftigte der Abfallwirtschaft fragen sich, ob ihr Körper bis zur Rente mitmacht. HsH-Studierende haben sie bei der Arbeit fotografiert, ab 27. Oktober zeigt ver.di die Bilder.
Früh am Morgen verlässt Jens Haase mit dem Müllwagen den Betriebshof der Kreisabfallwirtschaft Northeim. Inga Klöber hat ihn dabei begleitet. Ihr Bild gehört zur Ausstellung «Fotografie trifft Abfallwirtschaft», für die acht Studentinnen unseres Studiengangs mit der Gewerkschaft ver.di zusammengearbeitet haben.
Entstanden ist das Projekt in einem Seminar bei Prof. Michael Trippel. Den Anstoß gab Jelca Kollatsch, die selbst bei uns studiert hat. Heute ist sie bei ver.di für den Fachbereich Ver- und Entsorgung zuständig.
Die Studentinnen porträtierten 17 Beschäftigte aus vier kommunalen Betrieben: Menschen, die Tonnen leeren, Gehwege fegen und am Wertstoffhof alte Kühlschränke und Elektroschrott entgegennehmen.
In Celle begleitete Clara Bertlich die Müllabfuhr, Sarah Jansky war mit der Straßenreinigung rund um den Hauptbahnhof in Hannover unterwegs. Anna Daliah Behnke fotografierte in der biologischen Abfallbehandlung, wo Schutzanzug und Atemmaske zur Arbeitskleidung gehören.
«Die Ausstellung richtet den Blick auf die Herausforderungen der Branche: körperlich belastende Arbeit, gesundheitliche Risiken und die Sorge vieler Beschäftigter, ihren Beruf nicht bis zur Rente ausüben zu können», sagt Trippel. Die Gewerkschaft zeigt die Bilder vom 27. Oktober bis 14. Dezember 2026 in den ver.di-Höfen in Hannover. Sie würdigt Menschen, deren Arbeit meist erst auffällt, wenn sie liegen bleibt.
Foto: Anna Daliah Behnke
Im Schutzanzug bei der biologischen Abfallbehandlung.
Die Ausstellung
Fotografie trifft Abfallwirtschaft
27. Oktober bis 14. Dezember 2026
ver.di-Höfe, Goseriede 10, 30159 Hannover
Eine Kooperation des Studiengangs Visual Journalism and Documentary Photography der Hochschule Hannover mit ver.di
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