Visual Journalism beim Hansel-Mieth-Preis 2026.

Beim renommiertesten deutschen Reportagepreis räumt der Studiengang gleich vierfach ab – zwei Studierende und zwei Alumni gehören zu den Ausgezeichneten des Jahrgangs 2026.

Foto: Daniel Pilar, aus der Arbeit: «Welches Kind darf leben? Welches nicht?»
Foto: Friedrich J. Richter aus der Arbeit: «Sie dachten, sie würden hier alt werden»
Foto: Emile Ducke aus der Arbeit «Im Schatten des Sieges»
Foto: Ricardo Wiesinger aus der Arbeit «Sag mir, wo die Blumen sind»

Unter den zehn ausgezeichneten Teams des Hansel-Mieth-Preises 2026 befinden sich in diesem Jahr gleich vier Namen, die dem Studiengang Visual Journalism and Documentary Photography bekannt sind: die Alumni Daniel Pilar und Ricardo Wiesinger sowie die Studierenden Emile Ducke und Friedrich J. Richter. Der Hansel-Mieth-Preis zählt zu den renommiertesten deutschsprachigen Preisen für engagierte Bild- und Textreportagen. Verliehen wird er am 24. Juni 2026 von der Reportergemeinschaft Zeitenspiegel.

«Welches Kind darf leben? Welches nicht?» In Afghanistan versuchen Ärzte von «Friedensdorf International» wenigstens einigen Kindern eine Chance zu geben. Der Autor Johannes Teschner und Daniel Pilar haben dokumentiert, wie Ärzte manchmal in Sekundenschnelle entscheiden müssen: helfen oder nicht helfen? Ihre Reportage erschien in der GEO.

«Sag mir, wo die Blumen sind» ist das Portrait eines Mannes, der davon träumte, alle Bäume, Blumen und Kräuter Bayerns in einem Buch zu versammeln und es nun nach 50 Jahren geschafft hat. Veröffentlicht haben Ricardo Wiesinger und Roland Schulz ihre Geschichte in der Süddeutschen Zeitung.

Für die Reportage «Die Schatten des Sieges» reisten Emile Ducke und Wolfgang Bauer 2000 Kilometer durch Syrien, zwei Monate nach dem Fall des Assad-Regimes. Eine Arbeit, die hinter die Fassaden des Erfolgs blickt und fragt, was Triumph wirklich kostet. Erschienen ist die Geschichte in der ZEIT.

Ebenfalls in der ZEIT veröffentlicht wurde «Sie dachten, sie würden hier alt werden» von Friedrich J. Richter und Paul Weinheimer – ein Beitrag über das Heide Camp Brüggen und die Frage was folgt, wenn man droht sein Zuhause zu verlieren.

Der mit 6.000 Euro dotierte erste Preis geht in diesem Jahr an Julia Kopatzki (Text) und Roderick Aichinger (Fotos) für ihre im Spiegel erschienene Reportage «Endlich allein»: Eine Woche lang begleiteten sie Jugendliche in einem Zeltlager in Italien und näherten sich damit einer Generation, über die viel geredet wird, der aber kaum jemand wirklich zuhört. Alle ausgezeichneten Reportagen werden gemeinsam mit dem Siegertext im Sammelband «Hansel-Mieth-Preis 2026» im Schwoerer Verlag veröffentlicht.



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